Zahnmedizin - Erosion, Zahnerhaltung, Parodontose  Seite drucken   Artikel versenden

Am 11. Februar 2010 fand im Rahmen des timm-EXPERT Veranstaltungsformates die zweite Expertenrunde zum Thema "Zahnmedizin" statt.

 

Zwei Wissenschaftler der Justus-Liebig-Universität Gießen stellten in diesem Rahmen ihre Forschungsprojekte aus dem Fachgebieten "Erosion, Zahnerhaltung, Parodontose" interessierten Zuhörern aus hessischen Unternehmen vor.

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Frau Prof. Dr. Carolina Ganß

Foto: JLU Gießen

 

Frau Prof. Dr. Carolina Ganß aus der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde und Präventive Zahnheilkunde des Fachbereichs Medizin referierte über säurebedingte Zahnhartsubstanzschäden. Da sich das klinische Bild von Erosionen ganz grundsätzlich von Karies unterscheiden, sind ganz neue Ansätze in der Therapie erforderlich. Wirkstoffe, die die Resistenz der Zahnoberflächen gegenüberschädigenden Substanzen erhöhen, werden erforscht.
Die Arbeitsgruppe hat ein Modell zum klinischen Monitoring von säurebedingten Zahnschäden entwickelt, das Voraussetzung für Patientenstudien ist.
Besonderes Interesse hatte die Wissenschaftlerin an der Kommunikation mit geladenen Unternehmen, die sich mit optischen Verfahren zur Vermessung von Zähnen oder optischen Scanverfahren beschäftigen, die direkt im Mund angewendet werden können.

 

 

 

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Herr Prof. Dr. Jörg Meyle

Foto: JLU Gießen

 

Der Abteilungsdirektor der Poliklinik für Parodontologie an der Gießen, Herr Prof. Dr. Jörg Meyle beschäftigt sich auf dem Gebiet der parodontologischen Grundlagenforschung mit Fragen der Immunzellfunktion bei Zahnbettentzündungen.
In der Arbeitsgruppe wurde ein in-vitro Modellsystem zur Simulation der Schleimhautbarriere etabliert. Gleichzeitig gestattet dieses System die Testung der protektiven Wirkung von oralen Antiseptika und anderen Substanzen sowie der Schleimhautverträglichkeit von Produkten, Reagenzien und Präparationen. Ziel ist es, die grundlegenden Interaktionen zwischen oralpathogenen Keimen und der Mundschleimhaut besser zu verstehen und die Entzündungsprozesse möglichst auszuschalten.
Ferner wird in der AG Meyle die individuelle Disposition für Parodontitis bestimmter genetischer Varianten untersucht, um ihre Bedeutung für die Pathogenese der Erkrankung nachzuweisen.

Die Unternehmensvertreter nutzten das Expertengespräch zur intensiven Diskussion mit den Wissenschaftlern.