
Neuigkeiten aus der Medizinregion Mittelhessen
Ein LOEWEn-Anteil für die Forschung: 4,4 Millionen Euro für zwei Schwerpunkte
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- 09. Februar 2012
Rund 4,4 Millionen Euro für zwei LOEWE-Schwerpunkte an der Philipps-Universität Marburg: Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann übergab die Bescheide über drei Millionen Euro, die der geisteswissenschaftliche LOEWE-Schwerpunkt „Fundierung Linguistischer Basiskategorien“ von 2012 bis 2014 erhält, und über 1,4 Millionen Euro für 2012 für den medizinischen LOEWE-Schwerpunkt „Tumor und Entzündung“.
Dieser ist seit 2008 bereits mit zirka 4,5 Millionen Euro unterstützt worden. „Beide LOEWE-Projekte tragen mit ihrem hervorragenden Know-how ganz wesentlich zur weiteren Profil- und Strukturbildung der Universität Marburg in den ausgewiesenen und international anerkannten Schwerpunktbereichen der Sprachwissenschaft sowie der Tumor- und Immunbiologie bei“, hob die Ministerin hervor. Bisher gingen insgesamt rund 34 Millionen Euro aus dem Forschungsförderungsprogramm des Landes an Projekte der Philipps-Universität.
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| Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann überreichte die Förderbescheide an Uni-Vizepräsident Prof. Dr. Frank Bremmer und die beiden LOEWE-Schwerpunkt-Koordinatoren Prof. Dr. Richard Wiese und Prof. Dr. Rolf Müller (v.l.n.r.; Foto: Pressestelle der Philipps-Universität) |
Die beiden LOEWE-Schwerpunkte repräsentieren die Bandbreite der Forschung an der Philipps-Universität, und zwar gleichermaßen unsere geisteswissenschaftlichen Wurzeln wie aktuelle Fragen in den Lebenswissenschaften“, sagte der Vizepräsident für Forschung, Nachwuchs und Wissenstransfer, Prof. Dr. Frank Bremmer. Die eingeworbenen Mittel eröffneten neue Möglichkeiten der wissenschaftlichen Kooperation.
Zu den ausgewiesenen Schwerpunkten der Universität zählen die Fachgebiete Tumor- und Entzündungsforschung. Der seit 2008 laufende LOEWE-Schwerpunkt „Tumor und Entzündung“ untersucht Entzündungsvorgänge im Kontext von Tumoren, um ihre wechselseitige Beeinflussung besser zu verstehen und daraus neue Behandlungsmöglichkeiten für Patienten zu entwickeln. Der Koordinator Prof. Dr. Rolf Müller sagte: „Das zentrale Ziel des LOEWE-Schwerpunkts ist es, zwei angrenzende Forschungsgebiete zusammenzuführen, weil die Entzündungsforschung in ganz besonderem Maß die Tumorbiologie beeinflusst und somit ein Gesamtverständnis von Tumor- und Entzündungsbiologie geradezu eine Voraussetzung für neue, therapeutische Interventionen darstellt.“
Zu den Erfolgen dieses LOEWE-Schwerpunkts rechnete Kühne-Hörmann auch das in Bau befindliche neue Forschungsgebäude für das Marburger Zentrum für Tumor- und Immunbiologie auf den Lahnbergen. Die Kosten von insgesamt 49 Millionen Euro tragen der Bund und das Land Hessen jeweils zur Hälfte. Die Universität Marburg unterstütze die positive Entwicklung des Schwerpunkts unter anderem durch gezielte Berufungen und die Verstetigung von mehreren zunächst aus LOEWE-Mitteln finanzierten Mitarbeiterstellen.
Die Universität Marburg hat in der wettbewerblich organisierten Landesexzellenzinitiative LOEWE die Federführung nicht nur bei den beiden genannten Schwerpunkten, sondern auch bei dem LOEWE-Zentrum „Synthetische Mikrobiologie“. Darüber hinaus ist sie als Partnerin bei weiteren fünf LOEWE-Projekten beteiligt. Insgesamt wurden ihr bisher LOEWE-Mittel von rund 34 Millionen Euro bewilligt.
Ministerin Kühne-Hörmann verwies auch darauf, dass im Rahmen des in dieser Legislaturperiode mit insgesamt 410 Millionen Euro ausgestatteten LOEWE-Programms neben grundlagenorientierter Forschung auch anwendungsbezogene Forschung gefördert wird. Im Landkreis Marburg-Biedenkopf seien bisher drei Forschungs- und Entwicklungsprojekte der Biotechnologie, Medizintechnik und Nanotechnologie bewilligt worden. Diese Verbundprojekte von kleinen und mittleren Unternehmen aus Marburg und Amöneburg würden gemeinsam mit der Universität Marburg, der Technischen Universität Darmstadt und weiteren Partnern verfolgt.
Redaktion: timm
Quelle: Philipps-Universität Marburg
Weitere Informationen unter: www.uni-marburg.de











