news_presse.jpg

Neuigkeiten aus der Medizinregion Mittelhessen

Forschung wichtig für Patientenversorgung

Ein sehr ereignisreiches und turbulentes Jahr 2011 hinter sich, und ein Jahr 2012 mit kaum minder großen Herausforderungen vor sich: Dieses Fazit lässt sich nach dem Neujahrsempfang ziehen, zu dem gemeinsam der Fachbereich Medizin der Justus-Liebig-Universität (JLU) und der Standort Gießen der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH (UKGM) eingeladen hatten.

In Anwesenheit zahlreicher Würdenträger von beiden Klinikstandorten und Fachbereichen, aus Politik und Wirtschaft betonten die Redner die Notwendigkeit zur Kooperation. „Wir brauchen auch 2012 wieder einen fairen, sachorientierten Dialog aller Beteiligten“, brachte es Dr. Irmgard Stippler, Vorsitzende der UKGM-Geschäftsführung, auf den Punkt. Während JLU-Präsident Joybrato Mukherjee unterstrich, dass es „dem Uniklinikum nur gut geht, wenn Forschung und Lehre gedeihen, es also auch der Universität gut geht“. Unterstützung gab es von Staatssekretär Ingmar Jung vom hessischen Wissenschaftsministerium: „Zusammen sind Sie deutlich stärker als alleine“, meinte er damit sowohl beide Klinika als auch Fachbereiche. Im Rückblick auf 2011 nannte Dr. Christian Höftberger, kaufmännischer Geschäftsführer am Standort Gießen, den „lang ersehnten“ Bezug des Neubaus im vergangenen April „eine Zäsur für uns“. Im laufenden Betrieb sei es gelungen, rund 400 zum Teil schwerkranke Patienten verschiedener Kliniken zu verlegen, „dabei ist alles reibungslos gelaufen“. Sein Dank ging neben Mitarbeitern auch an Rettungsdienste und Spediteure. Für Prof. Trinad Chakraborty, Dekan des JLU-Fachbereichs Medizin, wurde „eine neue Ära der Universitätsmedizin in Gießen eingeleitet. In einem der modernsten Krankenhäuser Deutschlands stehen nun (fast) alle Fachrichtungen in der Medizin für die Patientenversorgung sowie die Ausbildung von Medizinstudenten unter einem Dach zur Verfügung“. Trotz des Umzugs seien die Patientenzahlen weiter gestiegen, vermeldete Irmgard Stippler, räumte aber auch ein, er sei „nicht ganz ohne Spuren geblieben“. Mukherjees augenzwinkernden Hinweis, dass man nun „ins verflixte siebte Jahr nach der Privatisierung“ gehe, konterte Stippler, „keine Angst“ davor zu haben. Das UKGM habe ein „gutes Fundament gelegt“, um den Anforderungen an hochwertige Medizin gerecht zu werden, bilanzierte sie.

Staatssekretär Ingmar Jung zeigte sich überzeugt, „das Uniklinikum Gießen wäre in staatlicher Hand heute nicht so weit“. Dennoch beschrieb Geschäftsführer Christian Höftberger die derzeitigen politischen Rahmenbedingungen als „so herausfordernd wie selten zuvor“. Und das nicht nur, weil laut Jung am 29. Juni die Frist ausläuft, in der Klinikangestellte zum Land zurückkehren können, sondern vor allem, da man immer mehr Leistungen in der Krankenversorgung nicht vollständig vergütet bekomme, so Höftberger. Irmgard Stippler verdeutlichte hierzu die Position des UKGM: „Zuerst kommt die Patientenversorgung, dann eine bestimmte Wirtschaftlichkeit, und nicht umgekehrt.“ Voraussetzung sei, dass der Zugang zur Wissenschaft gesichert bleibe. Was auch Fachbereichsdekan Trinad Chakraborty und Unipräsident Joybrato Mukherjee gerne gehört haben dürften. So berichtete Letzterer, der Fachbereich Medizin als größter der JLU werbe alleine 45 Prozent aller uniweiten Drittmittel ein. „Die Medizin ist existenziell wichtig für die Universität und ihren lebenswissenschaftlichen Schwerpunkt.“ Umso froher sei man, dass das Land Rückendeckung für die Nachnutzung der freigewordenen Klinikflächen zur Einrichtung von Science- und Teaching-Towers, also Forschungs- und Lehrflächen, gegeben habe, betonte Mukherjee.

Quelle: Gießener Anzeiger

Weitere Informationen unter:  www.ukgm.de

 
Hessen Flagge
EU Flagge
EUROPÄISCHE UNION: Investition in Ihre Zukunft. Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung.